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Sprechfunk

Um mit anderen Funkamateuren kommunizieren zu können, muss man entweder die gleiche Sprache sprechen, oder eine Fremdsprache beherrschen. Englisch und Spanisch sind sehr nützliche Sprachen, um weltweit auf der Kurzwelle zu operieren. Es reicht oft ein minimales Funkerlatein schon vollkommen aus, um kleine Konversationen zu führen.

Auf der Kurzwelle wird in Einseitenbandmodulation gearbeitet, was weniger als die Hälfte einer AM-Aussendung an Bandbreite bedeutet; Frequenzen sind rar! Hier sprechen Funkamateure weltweit von Antenne zu Antenne, oft über viele Tausend Kilometer von Kontinent zu Kontinent. Dies erfordert ein genaues Wissen über Ausbreitungsbedingungen von Funkwellen, da man nicht zu jeder Tageszeit einfach mal eben nach Südamerika oder Süd-Ost-Asien funken kann! Die Kurzwellen werden über die Ionosphäre zur Erde zurück reflektiert, springen im günstigen Fall sogar einige Male (einige Hops) hin und her zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre, überwinden damit die Krümmung der Erdoberfläche und ermöglichen so weltweite Kontakte. Funkamateure erforschen die Ausbreitungsbedingungen und lesen regelmäßig die „Funkwetterberichte“. Die Eruptionen auf der Sonnenoberfläche, die Sonnenfleckenzahl und viele andere Faktoren machen Kurzwellen-DX zu einer spannenden Angelegenheit!
Man muss genau wissen, zu welcher Zeit welches Band gerade „offen“ ist, sich also zum Funkverkehr eignet. Manche Bänder sind nur für ein / zwei Stunden brauchbar, danach sind sie schon wieder „zu“.

Der FM-Funk auf VHF/UHF ist etwas ganz anderes! Ultrakurzwellen sind so kurze Wellen, dass sie sich nicht „verbiegen“ lassen sondern quasi optisch ausbreiten, sich der Erdkrümmung nicht anpassen. Sie kennen das vom Rundfunk: Ein Mittelwellensender, als es noch welche in Deutschland gab, z. B. in München konnte spielend in Nürnberg noch empfangen werden; ab Einbruch der Dunkelheit ist dies Europaweit möglich! Dagegen werden für einen UKW-Rundfunksender sehr viele Sendestellen benötigt, selbst Überreichweiten sind sehr, sehr selten. Die Funkwellen verbreiten sich fast wie das Licht, man muss den Sender sehen können, um seine Aussendungen zu empfangen. Verschwindet der Sender hinter dem Horizont, ist auch kein Empfang mehr möglich. Berge, hohe Gebäude, alles was sich Ultrakurzwellen in den Weg stellt, hemmt die Ausbreitung beträchtlich!
Trotzdem „funken“ Amateure über Relaisfunkstellen sogar weltweit! Wie geht das ?
Nun, funken ist dabei eher geflunkert. Es gibt Repeater, die sind mit dem Internet verbunden. Wenn nun ein Amateur in München z.B. den Olympiaturm DB0EL mit einem Handfunkgerät aus dem Biergarten heraus „connected“ und über eine Node-Nummer einen Umsetzer in Florida anwählt, so meldet sich dort sicher ein Amerikanischer Funkamateur zum netten Plausch mit Old- Germany! Dann staunen alle drumherum, dass man mit einer „Handfunke“ bis nach Amerika „funken“ kann. Das ganze heißt ECHOLINK und benutzt eben für 95% der „Funk“ - Strecke das Internet. Dies ist nicht unumstritten, jedoch: das Internet ist nun einmal da, warum soll man eine solche Technik nicht nutzen? Jonathan Taylor, K1RFD, entwickelte diese interessante Betriebsart, bei der so mancher Skeptiker dann doch schon einmal zugeben musste, wie praktisch es ist aus dem Urlaub in Ungarn mal eben schnell einen Kontakt zu den Funkfreunden an der Nordseeküste herstellen zu können, und das alles ohne Knistern und Rauschen in bester UKW-Qualität!

Noch besser ist die Sprachqualität beim System D-Star, dem digitalen Sprechfunk der Funkamateure. Kein Rauschen, beste digitale Qualität, auch über weit entfernte Strecken sind möglich. Auch hier mogelt man mit dem Internet, kann dies aber mit Hilfe von Richtfunkstrecken, wenn möglich, von Repeaterzone zu Repeaterzone ausklammern. Wird das Netz der digitalen Umsetzer einmal dichter sein, dann sind nur noch für Überseeverbindungen die Internetdienste vonnöten. Alles eine Frage des Aufwands und natürlich des Geldes. Und die Entwicklung geht weiter: In Sachen Stabilität des Signals legt DMR die Messlatte wieder etwas höher.

 

 

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QST + DJ1WHV + QST

Dank an QSLNET.de

Für die Bereitstellung des kostenlosen Speicherplatzes, vor allem werbefrei, bedanke ich mich ganz besonders herzlich beim OM Denis Mrsa (DL5SFC) und seinem QSLNET !


Seenotretter

Was mir ganz besonders am Herzen liegt: Die Seenotretter. Bitte besuchen Sie den Bereich auf meiner Homepage und vielleicht auch den Link zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Herzlichen Dank dafür.


Urlaub in Ostfriesland ?

Dann möchte ich Ihnen ganz besonders einen Besuch im Museum Norddeich Radio empfehlen, im Zentrum der schönen Stadt Norden. Alles Wissenswerte von kompetenten Zeitzeugen erklärt, historische Exponate im Original von der legendären deutschen Küstenfunkstelle.


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Küstenfunkstelle Norddeich Radio

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